Am Wochenende fand der Ostkongress der grünen Bundestagsfraktion statt. Der Kongress sollte grüne Impulse für die Wirtschaft im Osten diskutieren, die zuvor in einem Papier erarbeitet wurden. Nachdem Fritz Kuhn die Impulse und das Papier vorgestellt hatte, kam ein Vertreter der Deutschen Bank zu Wort. Anstatt eine Kontroverse aufzumachen und für seine Positionen (und damit vermutlich gegen grüne) zu argumentieren, lieferte er einen ziemlich schwachen und unvorbereiteten Vortrag der um alles ging – nur nicht um’s Thema und seine These, der Weggang junger Frauen sei Schuld am Rechtsextremismus im Osten (weil die Jungs dann keine Partnerin finden und deswegen Nazis werden) war schon sehr lächerlich. Aber zum Glück musste er schnell weg und danach wurde es besser
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Workshop Demokratiestärkung und bürgerschaftliches Engagement
Die Ideenwerkstatt zu Demokratiestärkung und bürgerschaftliches Engagement wird von Monika Lazar moderiert, der externe Redner ist Dr. Ansgar Klein. Er plädiert dafür, bürgerschaftliches Engagement mit Familie und Erwerbsarbeit zu verbinden. Übergänge sind fließend. In Ostdeutschland gibt es ein Defizit an Infrastruktur. Vereine und Initiativen sind Teil der Infrastruktur. Es braucht auch eine Infrastruktur, um Engagement zu fördern: Freiwilligenagenturen etc. sind aber oft prekär finanziert. Muss Öffentlichkeitsarbeit leisten, vermitteln, in Kommune für sich werben. Schulen und andere Institutionen sollten sich für Engagement öffnen. Spannend ist die Frage, in wie weit Enagement staatliche Aufgaben übernehmen soll oder kann, z.B. durch Bürgerbusse, Bibliotheken etc.
Britta Hasselmann widerspricht der landläufigen Annahme, dass Jugendliche gesellschaftlich desinteressiert sind. Die Umfragen belegen, dass junge Menschen sich sehr wohl engagieren oder engagieren wollen. Auch bei Älteren ist das keine Ausnahme. Was noch nicht untersucht wurde, ist das Engagement von MigrantInnen. Sie meint, Engagement und Einmischung ist ein besserer begriff als „Ehrenamt“, weil letzterer suggestiert, mensch täte ehrenvoll etwas Gutes für andere; während Einmischung die Auswirkungen auf jedeN selbst mehr hervorstellt. Ein Problem sieht sie in der mangelnden Fortführung von Modellprojekten. Für Modellprojekte ist oft Geld da, aber wenn die Modellphase ausgelaufen ist und Gutes sich etabliert hat, gibt es kein Geld für das Regelprojekt. Eine Infrastruktur für Engagierte ist wichtig, weil gerade Engagierte im sozialen bereich /Hospitz etc.) auch eine Begleitung und Unterstützung brauchen. EngagementlotsInnen wären eine Lösung für dünner besiedelte Gebiete.