Juni 8, 2008...4:08

Rostock – Grundeinkommen

Zu den Kommentaren

Samstags morgens um 6:43 sollte mensch annehmen, dass Züge noch nicht zu voll sind. Sind sie aber. Zumindest, wenn es sonnig ist und der Zug zur Ostsee fährt. Ich fahre also nach Rostock zu der Konferenz Heiligendamm+1, einem Wochenende mit Konzerten, Workshops, Diskussionen etc. Mein Workshop war zum Thema Grundeinkommen. Das Eingangsreferat hielt Ronald Blaschke, Mitarbeiter von Katja Kipping, Die Linke im Bundestag. Die TeilnehmerInnen (ca. 20) kamen alle aus Rostock und Umgebung und waren der Idee gegenüber durchaus aufgeschlossen. Gleich zu Beginn wollte Ronald von ihnen wissen, wieviel Geld sie denn zum Leben bräuchten und was sie tun würden, wenn sie diesen Betrag durch einen Lottogewinn lebenslang monatlich aufs Konto überwiesen bekämen.

Was die DiskutantInnen besonders bewegt, waren einerseits die konkreten praktischen, ökonomischen Konsequenzen eines bedingungslosen Grundeinkommens aber andererseits wurde auch darauf bestanden, dass das BGE auch eine menschenrechtliche, demokratische Frage ist und mensch zudem nicht unterstellen sollte, dass nur gut ausgebildete Berufstätige eigene und bewusste Entscheidungen treffen könnten. Zum Grundeinkommen für Kinder wurde vorgeschlagen, dass Kinder von Anfang an ein Recht auf Mitsprache haben, was mit ihrem Grundeinkommen geschieht.

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