Kindestötungen mit der DDR-Abtreibungspolitk zu erklären, wie unlängst durch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer geschehen, ist nicht hinnehmbar. Zudem selbst MP Böhmer aufgefallen sein durfte, dass die jungen Mütter, über die er redet, kaum mit der DDR und schon gar nicht mit deren Abtreibungspolitik in Berührung gekommen sind. Es ist vielmehr ihre heutige soziale Situation, mit der die Frauen nicht zurecht kommen. Für Frauen in auswegslosen Situationen, die nicht wissen, was sie mit dem Kind tun sollen, mit dem sie evtl. gar nicht gerechnet haben, können anonyme Geburten und Babyklappen eine Möglichkeit sein, wenn keine andere Hilfe greift. Um Leben zu retten und den Frauen zu helfen, müssen beide Angebote aus der legalen Grauzone geholt werden und auf gesetzlichen Boden gestellt werden. Dazu gehört auch, dass über beide Möglichkeiten, auch die Babyklappe, informiert wird und zwar nicht nur in Broschüren, die bei der Schwangerschaftsberatung ausliegen. Die einzige Babyklappe in Brandenburg befindet sich am St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam.
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